Accessibilité des musées d'Angers
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Daniel Duclaux und den Schloss

Das Museum in der im 12. Jahrhundert erbauten Festung von Villevêque ist dem Musée des Beaux-Arts angeschlossen. Es werden hier jene Werke präsentiert, die Marie Dickson-Duclaux gemäß des letzten Willens ihres 1999 verstorbenen Gatten Daniel Duclaux im Jahr 2000 der Stadt Angers hinterließ. Letzterer, ein wohlhabender Industrieller und Kunstliebhaber, hatte eine beachtliche Sammlung von Kunstwerken aus dem Mittelalter und der Renaissance zusammengetragen.

Die Präsentation dieser Sammlung, die Sanierung des umfriedeten Weinbergs und Klosters, sowie der Park, der nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bilden den ersten Abschnitt eines Projekts, das in den kommenden Jahren weitere Neugestaltungen mit sich bringen wird.

Das Schloss: von der Festung zur Residenz

Im 12. Jahrhundert besaßen die Bischöfe von Angers mehrere Residenzen in der Umgebung der Stadt. Einer davon war die Festung von Villevêque, die den Fluss Loir überragt. Während des Hundertjährigen Kriegs wurde die Festung mehrmals belagert und zweimal wieder aufgebaut. Heute existiert von diesem Bauwerk nur noch ein Teil des Burggrabens. Mitte des 15. Jahrhunderts verliert die mittelalterliche Festungsanlage ihre ursprüngliche Bedeutung. Zu jener Zeit lässt Bischof Jean de Beauvau sie zu einer wohnlichen Residenz mit großen Fenstern und gegliederter Fassadengestaltung umbauen. Nachdem das Schloss im 16. Jahrhundert von einem Grundbesitzer aufgekauft wurde, verfällt es allmählich. Die ersten Restaurierungsarbeiten werden erst 1873 ausgeführt. 1981 erwirbt Daniel Duclaux das Schloss als angemessenen Ort für seine Kunstsammlung. Er wird hier bis zu seinem Tod 1999 wohnen. Seit 2004 (oder 2003?) werden in den Sälen im Erdgeschoss die Sammlungen von Daniel Duclaux präsentiert. Noch heute spiegelt der Ort das Universum des Kunstsammlers wider.

Daniel Duclaux, ein begeisterter Kunstsammler

Der in Saint-Mandé geborene Daniel Duclaux schließt 1930 sein Ingenieurstudium am Conservatoire des Arts et Métiers ab und gründet 1947 die Firma Électrification - Charpente - Levage (ECL) in Lille. Er heiratet Marie Dickson (1911-2002), die von dem Begründer der Firma Dickson, die heute im Bereich Outdoor-Textilien führend ist, abstammt.

Der wissbegierige Daniel Duclaux beschäftigt sich mit Kunstgeschichte und Literatur. Er bewundert George Sand, Balzac, Colette, die Dichter des 19. Jahrhunderts, etc. Zu seinen ersten Ankäufen wird er durch seine Lektüre und zahlreichen Dienstreisen motiviert. Dank seines erfolgreichen Unternehmens kann er sich immer bedeutendere Kunstwerke leisten. Philippe Carlier, ein junger Antiquitätenhändler, steht ihm beratend zur Seite. Der Ingenieur und Kunstliebhaber begeistert sich insbesondere für das Mittelalter und die Renaissance.

Seine Ankäufe aus den Jahren 1950 bis 1990 sind äußerst vielfältig und dokumentarisch belegt. Daniel Duclaux’ Interesse gilt insbesondere dem 12. bis 16. Jahrhundert und parallel dazu erwirbt er einige antike und auch chinesische Werke. Es sind alle künstlerischen und kunsthandwerklichen Genres vertreten: Mobiliar, Tapisserie, Textilkunst, Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Radierung, Buchmalerei, Handschriften, Email, Fayence, Goldschmiedekunst ...

Der Kreuzgang

Seit April 2010 ist der Kreuzgang neben dem Schloss der Öffentlichkeit zugänglich.
Ursprünglich gehörte der Kreuzgang nicht zum Schloss. Die zwölf Säulen, die unter Denkmalschutz stehen, stammen aus dem Kreuzgang von Elne in den Pyrénées-Orientales.
Auguste Durel, dem das Schloss von Villevêque von 1961 bis 1979 gehörte (dann geht es an Daniel Duclaux über), hatte die Säulen 1960 erworben und sie entlang des Südflügels des Schlosses aufstellen lassen.

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