Accessibilité des musées d'Angers
  • English
  • Español
  • Deutsch
Deutsch
Share
Imprimer

Contenu

Passer le contenu

Der Ort

Das Musée des Beaux-arts im Herzen der Altstadt von Angers umfasst mehrere Gebäude aus verschiedenen Epochen

Logis Barrault

La abadía Toussaint

Das älteste Gebäude ist das unter Denkmalschutz stehende Stadtpalais „Logis Barrault”, das zwischen 1486 und 1493 errichtet wurde. Hier verweilten unter anderem Ludwig XII. und Anne de Bretagne, César Borgia, Marie de Médicis…
Das Stadtpalais, das mit dem Hôtel Jacques Cœur in Bourges vergleichbar ist, wurde für Olivier Barrault, den Schatzmeister des Königs und Bürgermeister von Angers erbaut. Die Fassaden zeichnen sich durch den spätgotischen Flamboyantstil aus, während der Grundriss zwischen Hof und Garten die französische Renaissance ankündigt. Die beiden Wohnflügel werden durch einen prachtvollen Treppenturm mit einer Chambre haute verbunden, der das gesellschaftliche Ansehen des Besitzers erkennen lässt.
1673 wird hier das Priesterseminar untergebracht. Während der Revolution wird das Gebäude beschlagnahmt, es beherbergt die Ecole centrale de Maine et Loire während der Revolution und 1801 wird das Museum eröffnet. Im Zuge der verschiedenen Verwendungszwecke weichen die hohen Dächer und Dachfenster zwei zusätzlichen Stockwerken und einem Glasdach. Doch noch heute zeugen die prächtigen Eingangstore, die kunstvoll gearbeiteten Trompen der abgestumpften Ecken und die schönen Einfassungen der Fenster im Erdgeschoss des linken Flügels von dem ursprünglichen Bauwerk.

Gewölbesaal des Logis Barrault (Ende des 15. Jahrhunderts)

Wenn Sie das Museum im Erdgeschoss betreten, fällt insbesondere der Gewölbesaal des Logis Barrault – die heutige Passage des musées – ins Auge. Dieser ehemalige Prunksaal war dazu bestimmt „seine Freunde und andere achtbare Leute würdig zu empfangen”, erklärte der Hausherr Olivier Barrault. Nach dem Beispiel des Schlosses von Le Plessis-Bourré besaß das Logis Barrault zwei Säle: Der eine befand sich im Hauptgebäude (nicht mehr vorhanden) und war dem alltäglichen Leben vorbehalten, er war mit einer eingezogenen Decke ausgestattet. Der andere befand sich im rechtwinklig vorspringenden Flügel, war überwölbt und diente für besondere Anlässe. Er wird durch vier hohe Fenster in Richtung Hof und Garten erhellt und zeichnet sich durch sein elegantes Spitztonnengewölbe mit Zwischen- und Nebenrippen aus, dessen abgeflachtes Profil von technischer Meisterschaft zeugt.

Refektorium des Priesterseminars (Ende des 17. Jahrhunderts)

In diesem riesigen Schiff aus elf Jochen befand sich das Refektorium des Priesterseminars. Es nimmt das gesamte Erdgeschoss eines Gebäudes aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert ein. Das Bauwerk zeichnet sich durch sein Kreuzgratgewölbe auf dorischen Pfeilern aus. Es ist ein schönes Beispiel für die monumentale und strenge klassische Architektur. Von 1839 bis zur Gründung der Galerie David d’Angers in der benachbarten Abteikirche Toussaint im Jahr 1984 wurde hier das Skulpturenensemble aufbewahrt, das der große Bildhauer dem Museum geschenkt hatte. Auf der Bekrönung der Tür, die vom Refektorium zum Logis Barrault führt, ist noch heute in einem Medaillon das Porträt des Bildhauers zu sehen.

Die Renovierung des Museums

Das Musée des Beaux-arts d’Angers war wegen Renovierungsarbeiten fünf Jahre lang geschlossen (1999-2004). Im Juni 2004 wurde es neu eröffnet.
Antoine Stinco, der mit der Neugestaltung der Ausstellungsräume beauftragte Architekt, entsprach dem Wunsch des leitenden Konservators und passte die Präsentation der Sammlungen den unterschiedlichen architektonischen Bereichen an. Dieses Konzept ist insbesondere im Laufe des Parcours Beaux-Arts spürbar, denn jeder Saal besitzt seine eigene Atmosphäre und Beleuchtung.

Die Restaurierung der Fassade des Museums und des Logis Barrault wurde Gabor Mester de Parajd (Architekt für historische Gebäude) anvertraut, der die historischen und architektonischen Referenzen des Ortes berücksichtigte. Zielsetzung dieses Projektes war es, die Identität einer jeden Epoche zur Geltung zu bringen und die einzelnen Gebäude harmonisch aufeinander abzustimmen.

Mit 3000 m² Ausstellungsfläche ist das neue Museum geräumiger und zweckmäßiger. Dem Besucher werden permanent zwei Rundgänge angeboten: Der Parcours Beaux-Arts [Rundgang Schöne Künste] (350 Gemälde und Skulpturen vom 14. Jahrhundert bis heute) und der Parcours Histoire d’Angers [Rundgang Geschichte von Angers] (550 archäologische Funde und Kunstgegenstände vom Neolithikum bis heute).
Das Museum verfügt auch über einen 550 m² großen Saal für Wechselausstellungen und eine grafische Abteilung, die zeitgenössische Künstler und Ausstellungen zum Kulturerbe vorstellen sowie ein Auditorium.
In einem 1000 m² großen Depot werden unter idealen Bedingungen die derzeit nicht ausgestellten Bestände gelagert.

Heute vereint das Museum, das vor 200 Jahren als städtisches Museum (1805) gegründet worden war, Geschichte und Kreation, modernste Museografie und ideale Bedingungen für die Besucher.

Retour au contenu