Accessibilité des musées d'Angers
  • English
  • Español
  • Deutsch
Deutsch
Share
Imprimer

Contenu

Passer le contenu

Jean Lurçat

(Bruyères, 1892 – Saint-Paul de Vence, 1966)

Das Werkensemble von Jean Lurçat, das im Musée de la tapisserie contemporaine zu sehen ist, vermittelt einen Einblick in das Universum des Künstlers. Dank der großzügigen Schenkung von Simone Lurçat im Jahr 1988 und dank einer dynamischen Erwerbspolitik besitzt das Museum einige große Gemälde des Künstlers. Die chronologische Präsentation führt die Entwicklung seiner Malkunst und die wichtigsten Kunstströmungen (Kubismus, Surrealismus), die die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten, vor Augen.
Jean Lurçat gehört der Generation an, die auf die Kubisten Picasso oder Braque folgt und die unter den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs gelitten hatte. Nach diesem erschütternden Erlebnis hinterfragten die Dadaisten und Surrealisten die Stellung der Kunst in der Gesellschaft. Jean Lurçat ist dieser Bewegung zuzuschreiben, wobei er jedoch seine außerordentlich farbige Palette, die schon in den 20er/30er Jahren von der Kritik hervorgehoben wurde, weiter entwickelt.

Auch seine Tapisseriekunst spielt eine wichtige Rolle: Jean Lurçat hat wesentlich zur Erneuerung der französischen Tapisserie nach dem Krieg beigetragen. Schon 1910/20 gilt sein Interesse dem Wandteppich und der Tapisserie, er lässt die ersten Teppiche nach seinen Entwürfen sticken. Nach dem Krieg entwickelt er verschiedene Techniken wie beispielsweise den nummerierten Karton oder die Gros point Technik, die eine gute Übertragung der Kartons gewährleistete. Er fordert eine spezifische Formensprache für die Anfertigung der Kartons, die auf seiner Kenntnis der mittelalterlichen Tapisserie basiert.

Retour au contenu